Was ist Kunst - Platon und Aristoteles

Was ist Kunst ? - laut Platon

Platon bezieht sich auf Sokrates und sucht dessen Suche nach dem Guten zu untermauern durch seine Ideenlehre.

Die Ideenlehre von Platon geht von dem Seienden als solchen als Axiom aus (Ontologie - die Logik des Seienden) und versteht Ideen als die ewig unveränderliche Urbilder von allem was ist (allem Seienden).

Die Ideen selbst sind die höchste Form dieses Seienden. Sie sind der Formenbestand, ohne den es die uns bekannte sinnlich erfahrbare Welt nicht gäbe.

Die höchsten Ideen sind die des Wahren, Guten und Schönen, die letztlich identisch sind. Die Besonderheit des Schönen besteht darin, dass es in die sinnliche hinüberscheint und so Sehnsucht nach der Schau der Ideen hervorrufen kann. Eben dies sollte die Kunst tun.

Tatsächlich aber - so kritisiert Platon - verherrlicht die Kunst eher die Schönheit der sinnlichen Welt und lenkt damit von dem Streben nach der Schau der Ideen ab.

Kunst übt sich in der Nachahmung der bloßen Erscheinungen - wobei Handwerker und Baumeister immerhin Ideen, die sie in ihrem Geist vorfinden, in einen konkreten Gegenstand umsetzen, während Dichter, und Bildhauer bloße Nachahmungen (von Nachahmungen) sind.


Sokrates- ein Einschub zu Platon

Sokrates - anders als später von Platon interpretiert - hat nicht etwa eine vom Gut-Sein (Ontologie) entwickelt, sondern eine Lehre vom Gut-Werden (Agathogenesis).

Der sokratische hat sich selbst erschaffen, wenn er geworden ist, was er nicht war. Er hat sich selbst erfahren und erschaffen - durch zentrale Tugenden wie Besonnenheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Weisheit. Selbstgeburt - daher auch Mäeutik.

Sokrates entwickelte seine Ethik als -. Seine Vorstellung vom lebenslangen Prozess des Werdens ist offen, der Ausgang ungewiss. Sicher ist nur der Grundsatz: "Jeder will für sich das Gute."

In der Selbstpraxis des inneren Augenblicks (kairos) entsteht die Verantwortung (apo-krísis) für das . nimmt im menschlichen Eigen-sinn seinen Ausgang (exerchomai).

Im Eigen-sinn konfrontiert der Mensch seine Bedürfnisse mit seiner Erfahrung, um seine offene Zukunft zu gestalten. (Niemand fehlt freiwillig.)
zu Sokrates: Dr. Xaver Brenner www.xaverbrenner.de


Was ist Kunst? - laut Aristoteles

Aristoteles übernimmt von Platon den Ansatz der Ontologie (die Logik vom Sein) als Axiom als auch die Charakterisierung der Kunst als Nachahmung (mimesis).

Aber für Aristoteles teilt sich das Seiende nicht in die Welt der Ideen einerseits und die Welt der Nachahmung andererseits.

Statt dessen verlegt er alles Seiende (auch die Ideen) in die Wirklichkeit. Demzufolge hat auch die Kunst bei ihm eine wichtige Aufgabe bei der Erkenntnis dieses Seienden.

Kunst ahmt die Wirklichkeit nach - indem sie typische wiederkehrende Muster der Wirklichkeit darstellt. Entscheidend dabei ist nicht die genaue Übereinstimmung mit der Wirklichkeit, sondern ihre Glaubwürdigkeit.

Maßstab für gute Kunst ist daher in erster Linie an ihrer Wirkung auf den Betrachter festzumachen. Und diese Wirkung sollte eine reinigende (katharsis) sein - Reinigung von Affekten.

Katharsis durch Kunst ist möglich, da Kunst zwischen den Betrachter und die Wirklichkeit eine Darstellung von Wirklichkeit stellt, die als Darstellung auch erkennbar ist.

Durch die Darstellung von Wirklichkeit erkennt der Betrachter seine eigene Wirklichkeit wieder. Aber da Kunst nicht die Wirklichkeit selbst ist, kann der Betrachter spielerisch damit umgehen. Er erlebt also die dargestellte Situation tatsächlich, nämlich emotional, indem er sich mit Figuren zum Beispiel identifziert. Zugleich weiß er ganz genau, dass er nur so tut als ob. Ein geschützter Raum, in dem er sich selbst erleben und auch verändern kann. Genau dieser Effekt ist es, um den es Kunst - laut Aristoteles - geh.


Kommentare

Wada Wi, Wada Wu

Wat soll Dat denn!? Der letzte Absatz ist ja komplett komisch!

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Aristoteles über Kunst

Hallo; 

ok, verstehe, der letzte Absatz über das Kunst bei Aristoteles war nicht so gut lesbar. Ich habe ihn jetzt verändert. 

Vielen Dank also

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