Mit Wissenschaft lässt sich alles berechnen. Bis auf den kleinen, entscheidenden Rest. Dich.
Sappho Gedichte
Sappho - die größte griechische Dichterin der Antike. Sie lebte um 600 v.d.Z. auf der Insel Lesbos.
In Lesbos sammelte Freundinnen und Schülerinnen um sich herum und gründete den Kult der Aphrodite und Musen. Sappho ist nicht nur die erste der Nachwelt bekannte griechische Dichterin, sondern auch die einzige geblieben.
Ihre Dichtkunst war so originär, dass nach ihr eine Versform benannt wurde: Die Sapphische Ode. Ein Versmaß, das die Dichterin häufig einsetzte.
Den Griechen dieser Zeit, 200 Jahre vor Sokrates und Platon, soll diese zarte leidenschaftliche kluge Frau wie ein Wunder vorgekommen sein.
Hier auf dem Bild ist Sappho zusammen mit dem Dichter Alkaios zu sehen. Mit ihm soll sie befreundet gewesen sein.
Selene
Eile doch, Selene,
stehe nicht neugierig über Syrakus,
als hättest du ewig Zeit.
Hier ist er nicht, dein Enymion,
du wartest verbends.
Auf den herabblickst, ist nicht er, sondern ist Sappho.
Sie bittet dich, nach Lesbos zu eilen
und Aphrodites Hain zu melden,
dass sie bald heimkehren wird.
Eile, eile, sonst bin ich eher da als du.
Apfel
Wie schön der Apfel,
So rot und reif
ganz oben im Baum
im höchsten Geäst!
Hat ihn keiner geholt?
Von den Pflückern vergessen?
O nein, o nein! Nicht vergessen!
Nicht erreichen konnte sie ihn,
den höchsten.
Abendstern
Abendstern,
du bringst alles wieder zusammen,
was sich am strahlenden Tag verstreute,
bringst das Schaf heim,
bringst die Ziege heim.
Nur die Tochter, wenn es Abend wird,
bringst du nicht mehr zur Mutter.
Tithonos
Eilt ihr, zu der veilchenduftbusigen Musen schönen Gaben,
Kinder, und der sangesliebenden, helltönenden Leier!
Mir aber hat nunmehr die einst zarte Haut das Alter ergriffen,
weiß aber wurden die Haare, die einst schwarzen;
Schwer ist mir das Herz geworden, die Knie tragen mich nicht mehr,
die einst doch flink genug waren, zu tanzen gleich einem Reh.
Darüber stöhne ich oft; doch was könnte ich tun?
frei von Alter kann man als Mensch nicht werden.
Soll doch auch einst, den Tithonos tragend, mit rosigen Armen
Eos, von der Liebe verwirrt, zu der Erde Ränder gegangen sein,
ihn, der schön war und jung; gleichwohl doch packte auch ihn
mit der Zeit das weißgraue Alter, hatte er auch eine Gattin frei von Tod.
Dieses Gedicht von Sappho wurde erst im Jahr 2004 entdeckt.
siehe: http://www.gottwein.de/Grie/lyr/LyrSapph96.php#124LP
Pfiffige Ideen sind der Clou - bei allen Dichtern sowieso :)



gedicht
da ist nichts über ahprodite klingt aber schön danke lol euer gast
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