Faust Zitate Nacht

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Weiter geht´s mit Faust Zitaten.  Gleich der erste Akt, in dem Faust auftritt, ist gespickt mit Versen, die inzwischen zu geflügelten Worten geworden sind.  

Der Hauptheld der Tradödie: Doktor Faust tritt auf. Nichts weniger um zu verkünden, dass er am Ende seines Lateins sei. 

Faust ist verzweifelt. Nachdem nicht einmal der Erdgeist Faust als ebenbürtig anerkennt, will Faust seinem Leben ein Ende setzen. Das Läuten der Glocke, ein Geräusch aus seiner Kindheit, hält ihn davon ab. 

Faust Zitate aus Faust, 1. Teil: 

Nacht


Zitat 1 

Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei und Medizin
Und leider auch Theologie
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor.
(Faust zu sich selbst, Nacht)


Zitat 2  

Dass ich erkenne, was die Welt
im Innersten zusammenhält.
(Faust zu sich selbst, Nacht)


Zitat 3

Und wenn Natur dich unterweist, 
Dann geht die Seelenkraft dir auf.
(Faust zu sich selbst, Nacht)


Zitat 4  

Welch Schauspiel! Aber ach! Ein Schauspiel nur!
Wo faß ich dich, unendliche Natur?
Ihr Brüste - wo? Ihr Quellen allen Lebens,
An denen Himmel und Erde hängt.
Dahin die welke Brust sich drängt -
Ihr quellt und tränkt, und schmacht ich so vergebens?   
(Faust zu sich selbst, Nacht)


Zitat 5  

Soll ich dir, Flammenbildung, weichen?
Ich bin's, bin Faust, bin deinesgleichen!
(Faust zu sich selbst, Nacht)


Zitat 6  

In Lebensfluten, im Tatensturm
Wall ich auf und ab,
Wehe hin und her!
Geburt und Grab,
Ein ewiges Meer,
Ein wechselndes Wehen,
Ein glühend Leben,
So schaff ich am laufenden Webstuhl der Zeit
Und wirke der Gottheit lebendiges Kleid.
(Erdgeist, Nacht)


Zitat 7  

Wenn ihrs nicht fühlt, ihr werdets nicht erjagen.
(Faust zu Wagner, Nacht)


Zitat 8  

O tönet fort, ihr süßen Himmelslieder!
Die Träne quillt, die Erde hat mich wieder!
(Faust, zu sich selbst, allein)


Faust 9  

Mit Eifer hab' ich mich der Studien beflissen;
Zwar weiß ich viel, doch möcht ich alles wissen.
(Wagner zu Faust, Nacht)


Faust 10  

Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube;
(Faust, zu sich selbst, allein)