Du mein Herz: Leben, Lieben ,Tod
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Du mein Herz, was ist es, was dich bewegt, erhebt, singen lässt?
Du mein Herz - was bangst du und um wen?
Die Liebsten, die Nächsten?
Die Menschheit?
Die Erde?
Die Götter?
Oder - um mich? Um dich? Um dich selbst?
Du mein Herz, du Flamme, geheime, kleine, du Riese in mir.
Einzig und gemein.
Gemein mit allem Leben. Leben eben. Du mein Herz.
Gemein und doch - ganz einzig. Mein Herz.
Wär Leben gleich Leben - was wär Leben? Du mein Herz?
Du mein Herz - was hebt dich?
Was heißt Leben und Lieben und Tod - für mich? Ich bin es ja, der da lebt und ringt und kämpft. Wie jedes Leben - doch was soll das mir? Dass es jedem so geht. Bin ich jeder? Du mein Herz, bin ich jeder?
Mein Leben - denn ich bin es, der lebt.
- meine Freude meine Hölle,
- meine Wonne, meine Lust und mein Schmerz.
- Je näher ich dir, du mein Herz, komme,
- desto höllischer,
- wonniglicher
- winde und ströme ich mich.
Mein Lieben - denn niemand liebt (dich) so wie ich.
- meine erste Liebe, meine große Liebe?
- meine Liebe zu Dir, zu den Menschen, der Erde, zu mir?
- Die große Liebe - zum Leben.
- Zum Leben selbst. Zu meinen Eltern?
- Sie haben es mir geschenkt.
- Das wertvollste, wichtigste überhaupt.
- Dass es mich gibt.
Fragen, du mein Herz, sind ein guter Anfang
Fragen sind die rechte Wortart zwischen uns beiden. Fragen verdichten zu Reimen.
Gedichte schreiben liegt kraftvollen lebendigen Menschen besonders. Manchmal drängen die Reime sich bergweis auf einmal und wollen an´s Licht. Doch was geschieht da eigentlich?
Die Themen von Dichtung sind immer dieselben: Das Geheimnis des eigenen Lebens. Lebens - mein Herz. Bei den alten Ägyptern wurde es auf die Wagschale des Totengerichts gelegt. Früher waren es die Mythen, die dieses Ur-Thema aller Dichtung in Bilder und Metaphern gebracht haben.
Die Menschen lauschten den Mythen, lebten in ihnen, orientierten ihr Leben in den Mythen ihres Volkes, den Geschichten über ihre Götter, ihre Helden, ihre Landschaft, ihre Tiere, über Sonne und Sterne, den Kreislauf des Lebens, wie sie ihn sahen. Heute, da die Erde rund geworden ist, sind es die Dichter, die einen neuen Mythos, den Mythos der Erde dichten. Einen Mythos des lebendig werdenden Herzens vielleicht?
Wozu, mein Herz, dichten wir zwei?
Gute Frage. Was ist dir wichtig, dass ich es bedichte? Verdichte, sag Herz, du mein Herz.
Komm, folgen wir unserer Spur. Der Spur, was für dich - was für mich, so wie ich bin, - wichtig ist. Folgen wir deiner - meiner Spur, den Träumen, meiner Freude:
"Indem man seiner Freude folgt, bringt man sich gewissermaßen auf eine Spur, die immer schon da war und auf einen wartete, und das Leben, das man führen sollte, ist genau das Leben, das man führt. Wo man auch ist - wenn man seiner Freude folgt, wird einem diese Erfrischung zuteil, dieses Leben in einem, unablässig."
Joseph Campbell in "Die Kraft der Mythen"
Pfiffige Ideen sind der Clou - bei allen Dichtern sowieso :)






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Dichten um zu leben
gefällt mir die Idee
fast so wie weißer Schnee
Dichten und Leben sind synonym.
Und Leben nicht mehr anonym.
Fein, würd mich gern registrieren oder so, geht das?
Indors
Registrieren
Über Gedichte sinnieren - da können schon Spuren entstehen.
Gern richte ich die Funktion "Registrieren" ein.
Gruß
Angela
Spielen ist das ganze Geheimnis.